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Bryophyllum

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Bryophyllum (Verwendung meist Kalanchoe pinnata, auch Kalanchoë daigremontiana) sind Heilpflanzen, die besonders im Rahmen der anthroposophischen Medizin eingesetzt werden. Häufige Applikationsformen sind Trituration (50%) oder wässrige Verdünnung. Indikation sind z.B. Unruhezustände oder vorzeitige Wehen. Für letztere Indikation gibt es umfangreiche Erfahrungen seit den 70er Jahren, sowie verschiedene Untersuchungen.

Goethe beschäftigte sich intensiv mit Kalanchoe pinnata (damals Bryophyllum calycinum), die daher auch als Goethepflanze bezeichnet wird.

Hersteller sind z.B. Weleda und WALA. Die am häufigsten in der Anthroposophischen Medizin eingesetzte Art der Gattungssektion Bryophyllum ist Bryophyllum pinnatum (Lam.), welche früher auch als Bryophyllum calycinum bezeichnet wurde und in der neuen Nomenklatur Kalanchoe pinnata (Lam.) genannt wird.[1] Während die Firma Weleda AG (Deutschland) ein Bryophyllum-pinnatum-Präparat anbietet, stellt die Firma Wala ein Präparat mit einer anderen Pflanzenart, nämlich Bryophyllum daigremontianum (Lam.), auch Kalanchoe daigremontiana (Lam.) genannt, her.[1]

Leitgedanken

Anthroposophische Medizin

Bryophyllum halte das Ätherische im unteren Menschen fest.[2] Bryophyllum wurde 1921 von Rudolf Steiner in die anthroposophische Medizin eingeführt. Er empfahl es für die Behandlung einer Hysterie. Die Anwendung als Wehenhemmer geht auf den deutschen Gynäkologen Dr. Werner Hassauer zurück[3], der es ab etwa 1970 am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke einsetzte.[1] Bryophyllum ist eines der am häufigsten eingesetzten anthroposophischen Arzneimittel.[1]

Zugelassenes Anwendungsgebiet

Anfälligkeit für besondere Formen von funktionellen Störungen und wiederholt auftretenden Entzündungen im Bereich des Stoffwechselsystems; Schmerzzustände bei Schwächung der Lebenskräfte; Unruhe- und seelische Ausnahmezustände und dadurch bedingte Schlafstörungen. (Indikation gilt für WELEDA Bryophyllum 50 % Pulver zum Einnehmen.)[2]

Siehe auch

  • Bryophyllum. In: Vademecum Anthroposophische Arzneimittel. 4. Auflage. 2017, ISBN 978-3-946951-04-9, S. 235 ff.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Ana Paula Simöes-Wüst, Lukas Rist: Zum Verständnis von Bryophyllum als Pflanze und Medikament. In: Der Merkurstab. Band 59, Nr. 4, 2006, S. 298–307, doi:10.14271/DMS-18925-DE.
  2. 2,0 2,1 Bryophyllum. In: Vademecum Anthroposophische Arzneimittel. 4. Auflage. 2017, ISBN 978-3-946951-04-9, S. 235.
  3. Bryophyllum. In: Pharmawiki. Abgerufen am 15. Mai 2021 (deutsch).