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Gesundheitszentrum Unterengadin

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Gesundheitszentrum Unterengadin
Ort Scuol
Koordinaten 818682 / 187187Koordinaten: 46° 48′ 0″ N, 10° 18′ 14″ O; CH1903: 818682 / 187187
Betten 30
Gründung 2007
Website https://cseb.ch/
Lage des Spitals
Gesundheitszentrum Unterengadin (Erde)
Gesundheitszentrum Unterengadin
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Das Gesundheitszentrum Unterengadin (Center da sandà Engiadina Bassa) ist ein von den Gemeinden getragener Anbieter patientenzentrierter, sektorenübergreifender Gesundheitsleistungen im schweizerischen Unterengadin. Es bietet stationäre wie ambulante Leistungen an und hat auch einen integrativmedizinischen Fokus. Es entstand aus einem Zusammenschluss verschiedener regionaler Gesundheitsdienstleister, um im Rahmen der drohenden Schliessung des lokalen Krankenhauses ein alternatives Konzept von Gesundheitsversorgung anbieten zu können.

Neben zahlreichen gewünschten organisatorischen und betrieblichen Synergien kann eine Gesundheitsversorgung aus einer Hand angeboten werden, die patienten-, bewohner-, klienten- und kundenorientiert ausgerichtet ist.[1]

Hintergrund

Das Unterengadin kann als medizinisch schwer zu versorgende Region beschrieben werden, da es relativ dünn besiedelt ist. Das nächste Regionalspital ist selbst bei guten Straßenverhältnissen circa eine Stunde Fahrzeit entfernt, das Zentrumsspital mindestens zweieinhalb Stunden und bei geschlossenen Pässen oder bei schlechten Flugbedingungen teilweise gar nicht erreichbar.[1] Die Erarbeitung von Versorgungsstrategien solcher Regionen auch unter Aspekten zunehmenden ökonomischen Drucks ist ein Thema zunehmender Relevanz.[2]

Seit dem Jahr 2007 haben sich im Unterengadin die wichtigsten Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen unter einem Dach des Gesundheitszentrums zusammengeschlossen: Ein Spital der Grund- und Notfallversorgung mit 30 Betten (Innere Medizin, Chirurgie, Traumatologie, Orthopädie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Anästhesiologie, Schmerztherapie, Komplementär- und Integrativmedizin, Palliative Care, Intermediate Care Station, teleradiologische Radiologie inkl. CT), der Rettungs- und Notarztdienst, der ambulante Pflegedienst (Spitex) sowie die stationären Langzeitpflegeeinrichtungen mit drei dezentralen Pflegewohngruppen und einem Pflegeheim.[1]

Integrative Medizin

Es gibt verschiedene integrativmedizinische Anteile im Gesundheitszentrum. 2007 fokussiert auf eine integrativmedizinische Abteilung, die durch Hannes Graf aufgebaut wurde. Integrativmedizinische Aspekte werden aber im gesamten Gesundheitszentrum in wechselnden Anteilen mitgedacht und umgesetzt.[3] Seit 2016 gibt es integrative onkologische, medizinische und psychosomatische Rehabilitationsprogramme.[4]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Koppenberg, Joachim; Gunzinger, Philipp; Mitterlechner, Matthias: Gesundheitszentrum Unterengadin: Zehn Jahre integrierte Gesundheitsversorgung. In: KU-Gesundheitsmanagement. Baumann, 2017, ISSN 1867-9269 (unisg.ch).
  2. Matthias Mitterlechner, Céline Hollfelder, Joachim Koppenberg: Preserving Care Delivery in Hard-to-Serve Regions: A Case Study of a Population Health System in the Swiss Lower Engadin. In: International Journal of Integrated Care. Band 18, Nr. 3, S. 1–12, doi:10.5334/ijic.3353 (english).
  3. Hannes Graf: Das Gesundheitszentrum Unterengadin. In: Vortrag. Avrona 7. Juli 2021.
  4. Integrative Rehabilitation. In: Website Gesundheitszentrum. Abgerufen am 8. Juli 2021.